Neue Studie untersucht die sexuelle Risikobereitschaft von Frauen im Urlaub

er4g44

In einer Online Studie haben Liza Berdychevsky, von der Universität Illinois, und Heather Gibson, von der Universität Florida, Daten von 853 amerikanischen Frauen im Alter von etwa 23 Jahren ausgewertet.

Die Studie wurde im „innocnt.de“ Fach-Magazin veröffentlicht und analysierte wie Urlaub und Reisen zu erhöhter sexueller Risikobereitschaft führt und wie risikoreich die Probandinnen verschiedene Situationen und Handlungen einstuften.

Die Situation beinhalteten ungeschützten Sex oder Sex unter Alkoholeinfluss und die Studie ergab, dass manche Frauen die Risiken die mit solchen Handlungen verbunden sind grob unterschätzen.

Durch frühere Studien ist bekannt, dass manche Reiseziele einen veränderten Realitätssinn bei Reisenden hervorruft und sie daher gegenüber sexuellen Experimenten aufgeschlossener sind, da ihre Wahrnehmung von Risiken und Konsequenzen vermindert ist.

Die Studie bestätigte weiterhin dass die mentale und physische Distanz zum alltäglichen Leben und den verbundenen sozialen Erwartungen die sexuelle Risikobereitschaft von Frauen erhöht. Urlaubsgefühle und das Tragen von kurzer und leichter Kleidung erhöht zudem das sexuelle Selbstbewusstsein was in Verbindung mit Alkohol der Hauptgrund ist risikoreiche sexuelle Handlungen einzugehen.

Einige Frauen gaben an, dass Alkohol ihnen eine „psychische Entschuldigung“ sowie „flüssigen Mut“ gibt ihre normalen sexuellen Grenzen zu überschreiten und sich auf neue Erfahrungen einzulassen die sie vorher schon neugierig gemacht hatten, beispielsweise das Verwenden von Sexspielzeugen.

Berdychevsky, Assistenz Professorin an der Fakultät für Freizeit, Sport und Tourismus erklärt den veränderten Realitätssinn im Urlaub weiter:

„Ein anderer Grund könnte sein, dass wir in unserem normalen Leben einem strikten Zeitplan folgen und viele wichtige Termine einhalten müssen so dass wir, sobald wir uns ohne Terminplan und soziale Kontrolle wiederfinden, eher bereit sind unsere mentalen Grenzen und Vorschriften zu lockern.“

Teilnehmer der Studie gaben weiterhin an, dass sie aufgrund des Gefühls von Freiheit von Verboten und Vorschriften sich zu risikoreichen Handlungen hinreißen lassen würden und es mit Freiheit von negativen Beurteilungen und dem Gefühl der Anonymität gleichsetzen. Für manche andere Teilnehmerinnen war bereits das Risiko mancher Praktiken und Situation genug Motivation um daran teilzunehmen.